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Nun war es also tatsächlich dazu gekommen. Nach einer halbwegs verkorksten Saison, in der wir die halbe Saison auf einem Abstiegsplatz standen, kam es am vergangenen Wochenende zum Showdown in Radebeul: Coswig, Leipzig II oder Hoyerswerda. Einen würde es erwischen. Entscheidung in direkten Duellen. Zeit für starke Nerven. ASP Hoyerswerda trat natürlich im Stammachter an.


Samstag der Auftakt gegen Leipzig I, Punkte würden helfen, die wichtigere Begegnung war jedoch die sonntägliche. De facto lief nicht viel zusammen am Samstag. Ein Kurzremis gab es bei Ilya Spivak am zweiten Brett. Zu glänzen wussten nur Milan Orsag, der sich in einer ausgezeichneten Form befindet, und Klaus-Dieter Kesik. Milan überspielte seinen Gegner glatt und brachte ASP anfangs in Führung. Klaus-Dieter knetete seinen Gegner bis zum Schluss aus, erst mit entferntem Freibauer, später dann mit Mehrqualität im Endspiel. Vardan Hovsepyan verlor ein totremises Turmendspiel mit zwei Bauern gegen einen am gleichen Flügel. Günther Jahnel überzog seine Stellung im Mittelspiel und wurde zur Zeitkontrolle ausmanövriert. Alexander Grohmann hatte im Najdorf den schlechteren Durchblick und ließ einen Bauern einstehen. Am Ende wurde er sogar Matt. Robert Böhm stellte ohne Druck und ohne Zeitnot kinderschachmäßig einzügig einen Bauern ein. Kurioserweise rettete er sich tatsächlich noch in ein Doppelspringer-Endspiel, was bei guter Verteidigung zu halten gewesen wäre. Gute Verteidigung war an dem Samstag aber leider aus. Jaroslav Bures wiederum schaffte es, ein leicht schlechteres Mittelspiel remis zu halten. Der Auftritt war insgesamt recht dürftig, wenigstens kam es nicht darauf an. Im parallelen Showdown 1 wurde die Begegnung Coswig gegen Leipzig II mit der letzten laufenden Partie beim Stand von 3½:3½ zugunsten der Leipziger entschieden. Halle gab Schützenhilfe und hielt uns TU Dresden II vom Leib.

Sonntagmorgen hatten wir damit noch ein mageres halbes Brettpünktchen Vorsprung vor Coswig, wenn auch den leichteren Gegner. Vor zwei Jahren, als ASP schon einmal ein direktes Abstiegsendspiel hatte, damals gegen Rochade Magdeburg, gelang die Rettung überraschend souverän mit 5½:2½. Ilya Spivak schwor die Mannschaft auf die gute alte zuverlässige russische Mannschaftstaktik ein: die, bei denen es gerade nicht läuft, sollen bei der erstbesten Gelegenheit schnellstmöglich Remis machen. Den Anfang machte Vardan Hovsepyan (drei Nullen in Serie), er übersah schon nach 5 Zügen einen Trick, bekam aber das Remisangebot gleich mit überreicht und nahm dankend an. Robert Böhm (drei Nullen in Serie) war als nächster dran. Die Eröffnungsprobleme mit Schwarz im Katalanen recht leicht gelöst, opferte Weiß einen Bauern, um die Stellung zu verkomplizieren. Bauernopfer angenommen, Remisgebot, Handshake. Günther Jahnel (zwei Nullen in Serie) folgte wenig später. Aus der Eröffnung nichts herausgeholt, hielt er die Stellung in der Waage und bot nach 20 Zügen Remis. Ilya Spivak tat parallel das gleiche. Nach nicht mal zwei Stunden war das Duell damit auf ein Vierermatch beim Stande von 2:2 verengt. Erster Teil der Taktik umgesetzt. Aber es mussten auch Punkte her. Gut sah es schon von Beginn an bei Milan Orsag aus. Er hatte als Schwarzer im Tarrasch schnell gutes Figurenspiel bekommen, Leichtfiguren im Zentrum, Türme auf den offenen Linien. Die Stellung also vielversprechend. Alex Grohmann wurde angehalten, doch bitte mal Remis zu bieten, was dieser auch tat. Die Leipziger erkannten den Trick jedoch, es war die einzige bessere Leipziger Stellung und das Remisangebot wurde abgelehnt. Alex hatte schon früh einen komischen Plan gewählt, der Gegner bekam die einzige offenen Linie geschenkt und fünf Züge nach dem Remisangebot war Alex taktisch ausgeknockt worden. Es stand 2:3 gegen uns. Nach drei Stunden war das der kritischste Moment des Tages, denn parallel hatte Coswig durchaus berechtigte Siegchancen gegen Leipzig I auf den Brettern stehen, wo alle acht Partien noch liefen. Milan Orsag hatte inzwischen seine Stellung weiter verbessert, gewann erst eine Qualität und kurze Zeit später die Partie. Wir hatten zum 3.3 ausgeglichen. Parallel gab es bei Coswig-Leipzig die ersten Ergebnisse, noch immer war dort alles offen. Jaroslav Bures hatte mit Schwarz eine Sizilianisch-Variante ohne Rochade, dafür mit Bauernsturm am Königsflügel gespielt. Kurios war die Partie vor allem, weil es wechselseitig 5 Remisangebote innerhalb von ca. 20 Zügen gab, die allesamt abgelehnt wurden. Die Partie lief in große Zeitnot und als Jaroslav das Remisangebot annehmen wollte, durfte er nicht mehr, weil 2:3 Rückstand. Die Parallelpartie von Klaus-Dieter Kesik verlief in ruhigen Bahnen. Ein normales Caro-Kann-Mittelspiel ohne Damen. Bei normalem Verlauf ohne große Ereignisse Remis. Das erste kleine Plus, als Klaus-Dieter einen Läufer bekam, der Gegner mit Springer verblieb. Als sich zur Zeitkontrolle alle Türme tauschten, blieb dieses Läufer-Springer-Endspiel übrig. Es sah ganz gut aus, vermutlich jedoch immer noch Remis. Zwei Remisen und 4:4 waren nicht genug für uns, wir wollten nicht auf Schützenhilfe angewiesen sein. Jaroslav konnte in Zeitnot taktisch den Sack zu machen, ließ den Gegner aber in ein Turmendspiel entfliehen. Günstiger weise war selbiges klar besser für Jaroslav. Schlussendlich gewannen Klaus-Dieter und Jaroslav ihre Partien und der Sack war zu. Wir hatten es geschafft. 5:3, Klassenerhalt. Das mit der russischen Mannschaftstaktik sollte man sich merken. Im Parallelkampf, den Coswig nun gewinnen musste, liefen noch drei Partien, als wir in die sonntägliche Sonne von dannen zogen. Auf dem Brett stand aber nur ein 4:4 für Coswig. Am Ende wurde es sogar noch ein halber Punkt weniger und unser Reisepartner muss den Gang in die Sachsenliga antreten.

Saisonfazit: Es lief nicht viel zusammen. Nur ein Spieler über 50%. Milan Orsag nach Doppelnull zum Auftakt mit starken 7/8 im Abgang. Eine Topperformance. Alle anderen hatten ihre Hänger. Klaus-Dieter Kesik und Ilya Spivak zu Beginn der Saison, Vardan Hovsepyan, Robert Böhm, Günther Jahnel und Alex Grohmann am Ende. Das Oberliga-Debut von Alex Grohmann mit 50% sehr ok. Hoffen wir auf weniger Drama in der nächsten Saison.

Robert Böhm

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