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1:9 Mannschaftspunkte, 2 Gewinnpartien aus 40 Begegnungen, die halbe Mannschaft außer Form, ein Ausreißer nach oben – wie in den vergangenen Jahren – fehlt, das war die ernüchternde Bilanz von ASP I im Schach-Jahr 2017. Und so war es lediglich dem guten Saisonstart mit 6:2 Mannschaftspunkten zu verdanken, dass ASP vor dem Saisonfinal nicht auf einem Abstiegsplatz stand. Ein „Abstiegsendspiel“ stand dennoch an, weil Rochade Magdeburg am vorherigen Spieltag noch gepunktet hatte.


Die samstägliche Begegnung gegen den unteren Tabellennachbarn durfte also unter keinen Umständen verloren werden, wenn der Gang in die Sachsenliga noch vermieden werden sollte. Dementsprechend angespannt waren die Nerven aller Beteiligten. Überraschenderweise trat Rochade Magdeburg nicht in Bestbesetzung an und verzichtete auf zwei der ersten drei Bretter, wodurch die Hoffnung auf einen erfolgreichen Samstag schon zu Beginn stieg. Nichtsdestotrotz ging es um alles. Dass es trotz der Wichtigkeit des Matches ein überraschend entspannter Wettkampf werden sollte – wie im übrigen auch das parallel ausgetragene „Aufstiegsendspiel“ – war so tatsächlich nicht zu vermuten gewesen. Grund für die Entspannung waren die von Anfang an sehr gutaussehenden Weißpartien an den Brettern 2, 4 und 6. Lediglich Roland Graf stand anfangs etwas anrüchig, ansonsten waren weit und breit keine Probleme zu erkennen. Als erstes wurde die Partie am Spitzenbrett beendet, in ruhiger Eröffnung wurden die Damen zeitig getauscht, man machte noch ein paar Züge und einigte sich dann auf Remis. An Brett 8 war ähnliches zu verzeichnen. Edeljoker Jan Kregelin konnte den festen Aufbau seines Gegners nicht erschüttern. Als das Zentrum geöffnet wurde und sich etwas Material tauschte, einigte man sich auf die Punkteteilung. Rüdiger Schuh wählte Königsindisch, die Stellung wurde in eine Ben-Oni-Struktur transformiert und beide Seiten agierten standardmäßig. Rüdiger hatte sich eigentlich gut befreit und optisch bereits Oberwasser. Einzig seine Bedenkzeiteinteilung machte Sorgen. Dies wurde ihm dann auch zum Verhängnis als es wie in solchen Stellungstypen quasi unvermeidlich am Ende taktisch wurde. Ein, zwei Ungenauigkeiten und es war sofort aus. Damit lag Rochade Magdeburg mit 2:1 vorn. Der Ausgleich für ASP folgte aber postwendend durch Robert Böhm. Der Berichterstatter – in der Saison nicht gerade durch abwechslungsreiche Endergebnisse aufgefallen (böse Zungen unkten schon, das obligatorische Remis könne man ja auch am Telefon vereinbaren) – kam sehr gut aus der Eröffnung. Die ungarische Gegnerin hatte den ursprünglichen Leningrader Holländisch-Aufbau noch spät verstonewallt, was einfach zu viel Zeit kostete. In der Zwischenzeit hatte Robert am Damenflügel schon alles aufgefahren, was da war und die Gegnerin wurde humorlos positionell erledigt. Nach der Zeitkontrolle stand es damit 2:2. Klaus-Dieter Kesik hatte bereits nach wenigen Zügen großen Vorteil. Mike Stolz hatte einen Springer nach b4 gestellt, der keinen Rückweg mehr hatte. Dessen Verlust war nur mit einem Qualitätsopfer für null Kompensation zu vermeiden. Auch wenn die Stellung noch kompliziert aussah, agierte Klaus-Dieter umsichtig und souverän. Die Partie mündete in ein Doppelturm-Turm-Läufer-Endspiel, was glatt gewonnen war. Roland Graf war als Schwarzer im Grünfeld unter Druck geraten und die Stellung sah mindestens anrüchig aus. Die Gegnerin fand jedoch keinen direkten Punch und so taumelte die Partie in beiderseitige schwerere Zeitnot. Hier agierte Roland deutlich abgeklärter. Seine Gegnerin verlor erst einen Bauern und gab dann eine Qualität, um im Trüben zu fischen. Zu viel Trübes gab es aber nicht, Roland tauschte alles ab und es verblieb ein leicht gewonnenes Turm-Springer-Endspiel. Hoyerswerda hatte damit die Partie gedreht und führte 4:2. Auch Milan Orsag hatte eine sehr gute Stellung bereits ausgangs der Eröffnung. Mit thematischen Motiven in einer Damenindisch-Struktur machte er Druck im Zentrum und am Königsflügel. Dem Gegner gelang nie die Befreiung, aber er hielt lange stand. In Zeitnot kostete jedoch ein Fehler die Qualität, was Milan sicher verwertete und ASP die 5:2 Führung und damit den Klassenerhalt brachte. Die Partie von Günther Jahnel war damit nicht mehr von Bedeutung. Die Partie verlief lange in ruhigen Bahnen, Remis schien das wahrscheinlichste Ergebnis. In Zeitnot hätte Günther einen Bauern gewinnen können, auf Kosten von taktischem Trouble. Günther verschmähte den Bauern und verschwendete zwei Tempi, was die Stellung jedoch nicht vertrug. Der Gegner verwertete den Vorteil anschließend sicher. ASP hatte das Abstiegsendspiel damit überraschend problemfrei mit 5:3 für sich entschieden und ist also mit einem blauen Auge davon gekommen. Wenn’s drauf ankommt, geht es immer noch, eine tröstliche Erkenntnis.

Das Sonntagsmatch gegen das schon als Aufsteiger feststehende Team von AE Magdeburg war damit für beide Seiten bedeutungslos, jeder spielte quasi auf eigene Rechnung. AEM hatte zur Feier des Wochenendes (oder zur Sicherheit für das Samstag-Match) den Edeljoker an Brett 1 aufgeboten und agierte damit in nomineller Bestbesetzung, was die Ausgangslage nicht unbedingt vereinfachte. Eine mutige Partie zeigte Alexander Grohmann an Brett 8 gegen eines der Magdeburger Nachwuchstalente. Najdorf, entgegengesetzte Rochaden, der übliche Stress. Alex wählte ein unkonventionell anmutendes Setup, was in einem thematischen Qualitätsopfer auf c3 mündete. Gegenspiel am Königsflügel gab es keines. An einer passenden Stelle nahm Alex den Spatz in der Hand anstatt für den ganzen Punkt zu pushen. Keinen guten Tag hatte Käptn Schuh gegen Nachwuchstalent Nr. 2 erwischt. In einer Nimzo-Indisch-Nebenvariante wurde lange laviert. Die Gegnerin strebte eine Zentrumsöffnung an, Rüdiger machte bereitwillig mit, der Läufer b7 erwachte zum Leben und kurze Zeit später war es taktisch aus. Robert Böhm konnte mit Schwarz gegen das langjährige Magdeburger Spitzenbrett überraschend stressfrei ausgleichen. In einem Cambridge-Springs-Damengambit tauschte sich schnell sehr viel und es entstand ein Doppelturm-Läufer-Endspiel, in dem Weiß etwas aktiver stand, aber dafür einige Bauernschwächen zu verwalten hatte. Irgendwann gingen auch die Türme vom Brett und das Läuferendspiel wurde kurz vor der Zeitkontrolle remis gegeben. Bei Günther Jahnel wurde ebenfalls Nimzo-Indisch diskutiert. Nach und nach verstärkte der Gegner seine Stellung und setzte Günther am Königsflügel unter Druck. Dem druckvollen Spiel konnte Günther nicht standhalten und musste auch noch vor der Zeitkontolle die Waffen strecken. ASP damit – erwartungsgemäß – mit 1:3 im Rückstand. Kurz danach ging auch die Partie von Milan Orsag verloren. Auch hier hatte dessen Gegner im Mittelspiel sukzessive den Druck erhöht. Zwei Springer sorgten konstant für Beschäftigung in Milans Defensive. In Zeitnot ging der Bauer f7 flöten und damit auch das Fundament für eine sichere Königsstellung. Der taktische K.O. erfolgte kurz nach der Zeitkontrolle, 1:4 aus ASP-Sicht. Roland Graf spielte einen Sizilianer mit Lb5, der auf d7 getauscht wurde. Die Stellung danach ruhig und mit blockiertem Zentrum, Weiß marschierte am Damenflügel auf, Schwarz am Königsflügel. Im Mittelspiel stellte Maria Schöne einen Bauern ein (oder der Berichterstatter hat die Opferidee nicht verstanden). Den Vorteil ließ sich Roland nicht mehr nehmen und verwertete den Mehrbauern sicher im Endspiel. Klaus-Dieter Kesik war mal wieder in Stimmung. Als Schwarzer im Franzosen entkorkte er im 8. Zug g5, vermutlich zu Recht. Er hatte anschließend erst zwei Bauern mehr, dann nur noch einen. Das Problem der Königssicherheit musste aber noch geklärt werden, lange Rochade also. Tatjana Melamed dann mit aggresivem Vorgehen am Damenflügel, Klaus-Dieter mit Gegenspiel im Zentrum. In Zeitnot machte sich Klaus-Dieter zu viele Bauernschwächen. Verbunden mit ungleichfarbigen Läufern reichte es daher nur zum Remis. Jiri Lechtynsky mit zurückhaltendem Spiel gegen den damenindischen Aufbau des Gegners. Dieser glich alsbald aus und schuf Bauernschwächen in Jiris Stellung. In Zeitnot musste Jiri eine Figur für 2 Bauern geben. Das entstandene Endspiel mit Läufer gegen zwei Bauern und je einem Turm sah remis aus, aufgrund Jiris aktivem König, aber Aussehen ist nicht alles. Der Gegner zeigte gute Technik und fügte Jiri die erste Saisonniederlage zu. Endstand: 2½:5½ aus Hoyerswerdaer Sicht. Eine verdiente Niederlage und Glückwunsch an die Magdeburger zum Aufstieg.

Die letzte Doppelrunde dennoch mit positiven Signalen: auch nächste Saison gibt es wieder Lausitzer Oberliga-Schach. Die Saisonbilanz:

Vardan Hovsepyan +2  (4/6)
Robert Böhm +1  (6/11)
Jiri Lechtynsky ±0  (5/10)
Milan Orsag ±0  (3/6)
Jan Kregelin ±0  (½/1)
Olaf Brechlin ±0  (½/1)
Klaus-Dieter Kesik -1  (5/11)
Roland Graf -1  (4½/10)
Alexander Grohmann -1  (1½/4)
Günther Jahnel -2  (4½/11)
Rüdiger Schuh -2 (3/8)
Sibylle Heyme -5  (1½/8)

Robert Böhm

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