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Die erste Doppelrunde im Kalenderjahr 2016 führte ASP I zum Gastgeber SV Bannewitz an die idyllisch verschneite Talsperre Malter, den Ort, an dem der Berichterstatter als kleiner Dreikäsehoch schwimmen gelernt hatte. Allfällige nostalgische Reminiszenzen waren nach der Ankunft jedoch alsbald verflogen, denn den staunenden Gästen wurde dringend ans Herz gelegt, das Spiellokal doch bitte ohne Schuhe zu betreten, man wolle das Parkett schonen. Eine Handvoll bunter Pantoffeln in Kindergeburtstagsschuhgrößen wurden als modisches Accessoire gereicht. Als der Berichterstatter und einige andere den Schuhwechsel mit dem Hinweis auf die Jahreszeit und die Zwergenpantoffeln verweigerten, wurde kurzerhand die gute Kinderstube der Betreffenden in Frage gestellt. Damit hatte der Spaß allerdings erst begonnen. Die Lichtverhältnisse im Spiellokal hätten mit jedem deutschen Weihnachtsmarkt an Heimeligkeit konkurrieren können. Die Gästespieler gesellten sich daher auf die Suche nach portablen Stehlampen, selbstverständlich nachdem die Runde bereits angepfiffen worden war – zu Lasten der eigenen Bedenkzeit. Es folgten noch ein kurzzeitig von außen nicht mehr betretbares Spiellokal, ein Läuten der Türglocke sowie der Hinweis, doch die geparkten Wagen „aus rechtlichen Gründen“ auf andere Parkplätze umzuparken. Ein stets gut gelaunter Dresdner Kollege, dessen Namen hier aus Gründen der Höflichkeit nicht genannt werden soll, suchte ebenso wie der Berichterstatter vergeblich die versteckte Kamera. Kaum zu glauben, dass man sich als langjähriger Kummer gewohnter Oberligaspieler nochmal in das Coswiger Spiellokal in eine Doppelrunde im Januar zurückwünschte.


Es wurde auch Schach gespielt. Am Samstag traf ASP auf Grün-Weiß Dresden, eine Mannschaft gegen die wir – wie unser unnachahmlich positive Energie versprühender Mannschaftsleiter nicht zu erwähnen vergaß – seit gefühlt einem Jahrzehnt nicht mehr gewonnen hatten (die nachträgliche Recherche des Berichterstatters ergab: zwei Niederlagen in Folge, quasi ein Fluch). Bei Grün-Weiß fehlte die sehr starke Mittelachse Wappler-Nake, eine bedeutende Schwächung. Robert Böhm bekam mit Weiß ultrafestes Damengambit fortgesetzt und fand kein Mittel dagegen. Nach 16 Zügen wurde die Friedenspfeife geraucht. Den freigewordenen Platz an der Stehlampe riss sich sogleich das Bannewitzer Spitzenbrett unter den Nagel. Etwas später gab es auch ein Remis am Spitzenbrett. Jiri Lechtynsky hatte das Läuferpaar gegen sich, stand aber sehr fest. Mit dem Remis waren beide Seiten zufrieden. Ersatzmann Olaf Brechlin mit gewohntem Brechlin-Setup folgte kurz danach dem Pfad der Friedfertigkeit. Einen guten Tag hatte Milan Orsag erwischt. Sehr unorthodoxe Eröffnungsbehandlung im Holländischen und es wurde schnell taktisch. Schwarz laborierte lange an seinem unrochierten König herum, der ihm schließlich auch zum Verhängnis wurde. Damit ging ASP mit 2½:1½ in Führung. Rüdiger Schuh spielte zur Abwechslung mal eine reguläre Eröffnung und stand infolgedessen auch bald schon besser. Die Partie taumelte dann in eine seltene Materialverteilung, aber Rüdiger hatte de facto eine Mehrfigur. Es galt nur noch die Koordination der Figuren zu verbessern. Leider folgte in Zeitnot eine Ungenauigkeit und der Vorteil verflog zum Remis. 3:2 nach der Zeitkontrolle für ASP. Günther Jahnel hatte schon von Beginn an Schwierigkeiten. Sein König wanderte zum Damenflügel, wo sich alle Figuren ungeschickt auf den Füßen standen. Einige Verwicklungen später hatte sein Gegner drei Mehrbauern und die Niederlage war nicht mehr weit, 3:3. Klaus-Dieter Kesik riskierte wie immer sehr viel. Auch hier rochierte der eine König nicht und der andere in eine unsichere Ecke. Klaus-Dieter hatte das Läuferpaar, was zunächst jedoch noch nicht so viel wert war. Ein paar Ungenauigkeiten später musste er eine Qualität opfern, um nicht auf die Verliererstraße zu geraten. Danach war das Spiel sehr zweischneidig und Klaus-Dieter fand sich zunehmend besser zurecht. Er gewann erst die Qualität zurück, dann einen Bauern und kurz danach hatte er gewonnen. So kann’s gehen, 4:3. Roland Graf musste nur noch den Sieg nach Hause bringen. In einem komplexen Mittelspiel mit beiderseitigen Chancen hatte sein Gegner seine Stellung etwas zu optimistisch behandelt und etwa zum Zeitpunkt des 4:3 gewann Roland zwei Bauern und danach auch die Partie. Ein überraschend komfortables 5:3 war das Endresultat und machte Hoffnung auf mehr.

Der Sonntag brachte ein postkartengleiches Schneeidyll und ASP den Aufsteiger Bannewitz als Gegner. Der Wettkampf war vorher als schicksalhaftes Must-Win-Spiel auserkoren, was nach dem samstäglichen Sieg freilich etwas an Schicksalhaftigkeit eingebüßt hatte. Es sei noch lobend erwähnt, dass der Sonntags-Wettkampf in deutlich gehobenerem Ambiente stattfand: auf der gut ausgeleuchteten verglasten Panoramaterrasse mit Blick auf die halb gefrorene Talsperre mit von daheim mitgebrachten Lieblingspantoffeln. Jiri Lechtynsky kam ans Brett, als hätte er die Nacht in einer Hafenkneipe verbracht. Sein kurzzügiges Remis war daher vermutlich eine ziemlich gute Idee. Der als Sonntags-Verstärkung hinzugekommene Vardan Hovsepyan lieferte seine beste Saisonleistung ab. Holländisch mit entgegengesetzten Rochaden. Sein Gegner vernachlässigte die eigene Entwicklung und wurde böse taktisch zerrupft. Vardans Bedenkzeitverbrauch für die Partie: etwa zehn Minuten. Was ein original armenisch zubereiteter Morgenkaffee im Hause Böhm alles bewirken kann. Die frühe Führung gab ASP nicht mehr her. Insbesondere die abgeklärte Spielweise aller Akteure macht Lust auf mehr. Rüdiger Schuh gab seine Partie komfortabel remis. Es folgte Milan Orsag mit einem Schwarzremis ohne größere Schwierigkeiten. Robert Böhm nahm ausgangs der Eröffnung ein thematisches Bauernopfer an. Sein Gegner hatte jedoch genügend Kompensation für den Bauern. Robert verkomplizierte das Spiel, aber sein Gegner war stets auf der Höhe des Geschehens. Als der Mehrbauer wieder zu verschwinden drohte, kam das gut getimte Remisangebot. Französisch mit entgegengesetzten Rochaden bei Roland Graf. Beide Seiten agierten sehr umsichtig und bevor es allzu kompliziert zu werden drohte, erfolgte auch hier der Remisschluss. 3½:2½ zur Zeitkontrolle. Klaus-Dieter Kesik hatte im Katalanischen lange gedrückt, seinem Gegner gelang es aber, sich zu konsolidieren. Die Partie mündete in ein Läuferendspiel, in dem alles blockiert war, Remis zum 4:3. Günther Jahnels Stellung war die einzige, die zwischenzeitlich etwas Sorgen machte. Nach der Zeitkontrolle sah seine Stellung minimal anrüchig aus, aber es zeigte sich, dass Günther die Sache im Griff hatte. Im Damen-Springer-Endspiel hatte sein Gegner zwar einen entfernten Freibauern, aber Günther hatte Taktik. Abwicklung ins Damenendspiel und die gegnerischen Bauern wurden einer nach dem anderen eingesammelt, bis der Gegner die Waffen streckte. Der Sieg machte das zweite 5:3 an diesem Wochenende komplett.

ASP macht damit auf einen Schlag vier Tabellenplätze gut und rangiert bei 7:7 Mannschafts- und 28:28 Brettpunkten. Es müsste schon viel schiefgehen, um so am Ende noch abzusteigen. Gleichwohl ist der Kampf „um“ den potenziell bedrohlichen Platz zehn noch offen. Andererseits sind zwei Punkte Vorsprung eben auch zwei Punkte Vorsprung.

Robert Böhm

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