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Die Ausgangssituation

0:8 Mannschaftspunkte in 2014, davon drei Pleiten gegen direkte Abstiegskonkurrenten. Kümmerliche 3 Siege aus 32 Partien. Im Restprogramm noch der schier übermächtige Aufsteiger aus Leipzig, de facto also ein Spiel weniger als der Rest. Obskur-orakelnde Internetseiten und deren Fangemeinde feiern uns bereits als zweiten Absteiger. Perfekte Voraussetzungen also für ein echtes ganzwochenendliches Abstiegsdrama in Schwarzkollm.


Tag 1: ASP – SG Leipzig I 5,5:2,5

Am Samstag erwartete uns die auch nicht gerade vom Glück verfolgte Leipziger Reserve. Mit einem Punkt weniger als die Leipziger ausgestattet, war die Lage glasklar, nur ein Sieg hilft weiter. Hoyerswerda mit dem Stammachter, Leipzig ohne ihr etatmäßiges drittes Brett, was die diesmal sehr gründliche Hoyerswerdaer Vorbereitung ins Leere laufen ließ, dafür mit Edeljoker FM Liedtke am achten Brett.

Die erste Entscheidung geschah an Brett drei bei Jahnel-Hoffmann. Letzterer hatte Cambridge-Springs ausgepackt, verteidigte sich sehr sauber und nach ca. 25 Zügen war eine sterile Position entstanden und es erfolgte der Remisschluss. Kurze Zeit später bereits die frühe Führung für ASP durch Klaus-Dieter Kesik mit Schwarz. Dessen Gegner hatte in der Eröffnung einen Bauern gegeben. Entgegengesetzte Rochaden und eine fürchterliche Bedenkzeiteinteilung des Gegners ließen Klaus-Dieter Kesik jedoch alsbald einen gefährlichen Angriff entfachen. Klemm opferte die Qualität um das Spiel zu verkomplizieren, der folgende Angriff verpuffte jedoch und Hoyerswerda war in Front. Jiri Lechtynsky erzielte kurz danach ein Remis mit Weiß. Unser Brett 1 war die ganze Zeit leicht am Drücker, der Gegner verteidigte sich jedoch sauber, 2:1 für ASP. Die restlichen fünf Partien gingen in die Zeitnotphase. Sorgen machte lediglich die Stellung von Rüdiger Schuh. Dieser hatte das Wolga-Gambit des Gegners gründlich misshandelt, indem er erst dem Schwarzen unnötige Initiative einräumte und obendies noch seinen deutlichen Bedenkzeitvorteil vertrödelte. Die restlichen Stellungen waren alle im grünen Bereich. Es folgte ein weiteres Remis an Brett 6 bei Ulms-Graf. Roland Graf behandelte ein typisches Grünfeld-Endspiel sehr sicher und es sah für kurze Zeit sogar nach mehr aus, 2,5:1,5. Die Vorentscheidung folgte an Brett 8 bei Liedtke-Kregelin. Der Aufforderung von Brett 5 vor der Begegnung, den 20. Todestag von Kurt Cobain dadurch in Ehren zu halten, dass er endlich mal wieder spiele wie 1994, folgte unser Vereinsvorsitzender aufs Wort. Im Alapin-Sizilianer erzielte Jan Kregelin sicheren Ausgleich und lies sich auch im darauf folgenden Lavieren nicht aus der Ruhe bringen. In aufkommender Zeitnot wurde dem Edeljoker eine Figur abgenommen. Eine bärenstarke Performance zum 3,5:1,5. Nach der Zeitkontrolle war der Pulverrauch im Wesentlichen verdampft. Robert Böhm konnte gegen den ultrasoliden Doc Braun keinen Vorteil aus der Eröffnung herausholen. Alt-Indisch mit entgegengesetzten Rochaden, eher konnte Schwarz auf Vorteil hoffen. Im Bemühen nach mehr, leistete sich Schwarz jedoch einige positionelle Ungenauigkeiten und in Zeitnot drehte der Wind. Bei komplett blockiertem Zentrum konnte nur noch Weiß durch Belagern der einzigen schwarzen Schwäche auf mehr hoffen. Das Mannschaftsergebnis im Auge, wurden jedoch von Robert Böhm die Züge wiederholt und das Remis zur 4:2 Führung vereinbart. Rüdiger Schuh kam mit zwei Minusbauern aus dem Zeitnottrubel, im entstehenden Doppelturmendspiel zeigte er jedoch starke Verteidigungshärte. Erst wurde mit aktivem König und cleveren Turmmanövern das Materialgleichgewicht wieder hergestellt. Dann musste schon Robert Kreyßig die Reißleine namens Dauerschach ziehen, um nicht noch auf die Verliererstraße zu geraten. Damit war der Sieg bereits gesichert. Den 5,5:2,5 Endstand stellte Milan Orsag her, der in einem positionellen Sizilianer erst ruhig ausglich, dann peu a peu die Oberhand übernahm und in einem langen Endspiel schließlich triumphierte.

Der entscheidende Schritt zum Klassenerhalt war damit getan, da jedoch auch die Konkurrenten Chemnitz und TU Dresden punkteten, war das letzte Wort noch nicht gesprochen und bei ungünstigem Verlauf auch noch Platz 11 drin.

Tag 2: ASP – SG Leipzig II 4:4

Im sonntäglichen Kampf waren die bereits als Aufsteiger feststehenden Leipziger (II) unser Gegner. Obwohl gegenüber Samstag mit FM Wernert verstärkt, war deren Aufstellung immer noch so ersatzgeschwächt, dass wir uns durchaus Chancen ausrechnen konnten.

Der Wettkampf begann mit einem Paukenschlag. Nach 9 Zügen lächelte bei Gempe-Schuh ein weißer Läufer auf f7 den unrochierten schwarzen König auf e8 an. In Kombination mit einem hübschen Damenfang-Motiv war damit bereits Feierabend. 0:1 nach 9 Zügen, sehr sehr bitter. Die restlichen Stellungen waren jedoch durchaus hübsch anzusehen, so dass die Messen noch nicht gelesen waren. Es folgte ein Remis an Brett 8 bei Kregelin-Gempe,A. Unser Samstag-Held spielte den Katalanisch-Aufbau etwas zu handzahm und das Spiel verflachte schnell: 0,5:1,5. Milan Orsag überlegte an seinem 5. (!) Zug über eine Stunde. Als alle schon befürchteten, er wäre evtl. eingeschlafen, feuerte er jedoch die Züge mit einer atemberaubenden Präzision heraus. FM Wernert kam nicht zur Rochade und nach kaum 30 Zügen war der Ausgleich zum 1,5:1,5 hergestellt. Ein bärenstarker Auftritt mit 2/2 an diesem Wochenende. Kurz vor der Zeitnot das 2:2 durch ein Remis bei Böhnisch-Böhm. Im Sizilianer mit Lb5 zu dem üblichen Doppelbauern verdammt, entschloss sich Robert Böhm, eine Ganzfeldblockade aufzuziehen. Um das schwarze Gegenspiel zu verhindern, musste FM Böhnisch einige Felderschwächen in Kauf nehmen. Die damit verbundenen Drohungen waren genug, um einen evtl. drohenden Königsangriff zu neutralisieren. Inzwischen hatte Jiri Lechtynsky seine leicht schlechtere Stellung gegen IM Machelett mit seiner ganzen Routine ins Remis abgewickelt, 2,5:2,5. Messerscharfe Stellungen entstanden an den Brettern 3 und 6 bei Solberg-Jahnel und Graf-Schultz. Roland Graf versuchte im Franzosen mit entgegengesetzten Rochaden alles, um den gegnerischen König an die Luft zu zerren. Ein schwarzer Freibauer und ein damit verbundener Figurengewinn reichten jedoch aus und Roland Graf musste Dauerschach geben. Günther Jahnel wich in einem scharfen Pirc-Abspiel schon früh einem bekannten Dauerschach-Motiv aus und hatte danach sehr gutes Spiel. Günther spielte weiter sehr prinzipiell und war zwei Bauern im Plus, geriet aber leider in horrende Zeitnot. Der Gegner verschärfte geschickt die Stellung und setzte erfolgreich den Konter. Damit waren wir 3:4 hinten. In der Zwischenzeit waren die Kiebitze jedoch schon zum Parallelkampf Coswig-Leipzig I abgewandert, wo Coswig in Form von Lukas Böttger und den Pönisch-Brothers einen Rückstand zum Sieg drehte. Damit war ein evtl. Platz 11 sicher abgewendet und die Klassenerhalts-Feierlichkeiten konnten beginnen. Zu allem Überfluss drehte Klaus-Dieter Kesik ein Läufer vs. Springer Endspiel mit Minusbauern noch zum Sieg, sodass wir mit dem 4:4 Endstand die Klasse sogar aus eigener Kraft gesichert hatten. Wer hätte das noch vor 2 Tagen für möglich gehalten. Ein Auftritt mit einer ordentlichen Portion Cojones.

Fazit

Eine Auf-und-Ab-Saison mit der Herbstmeisterschaft der Herzen und einem Blick in den Abgrund nach dem 9. Spieltag geht mit einer überzeugenden Performance zu Ende. Am Ende stehen 10:12 Punkte und ein positives Brettpunktverhältnis. Wie im letzten Jahr ist Klaus-Dieter Kesik mit 8/11 der Lichtblick der Mannschaft. Der Rest der Truppe ist mit 50 Prozent plus/minus Eins mehr oder weniger im Soll. Am Ende erwischte es von 10 etwa gleichwertigen Mannschaften die unglücklichen Leipziger als Absteiger. Angesichts des gleichzeitigen Triumphes von Leipzig III in der Sachsenliga ist dies für Leipzig wohl noch am ehesten zu verschmerzen und die Gesichter werden wohl weitgehend die gleichen bleiben. Auf ein Neues in 2014/15 also, Hoyerswerda bleibt in der Oberliga.

Robert Böhm

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